Vorwort zum Semesterprogramm - Sommersemester 2010
Damit ihr Hoffnung habt.
Ich gebe zu: Das Motto des 2. Ökumenischen Kirchentags als Slogan gelesen, lässt mich zunächst unruhig werden. Es liegt wohl daran, dass Hoffnung dem ersten Anschein nach von der Wirklichkeit im Hier und Jetzt ablenkt. Wir hoffen auf morgen, auf übermorgen, auf bessere Zeiten und arrangieren uns mit der Realität. Hoffnung kann eine trügerische Lehrmeisterin sein, insofern sie unfähig macht, sich der Realität zu stellen und sie zu gestalten.
Die Zeilen des in Dresden lebenden Schriftstellers bringen dagegen eine Hoffnung zum Ausdruck, die sich nicht jenseits der Wirklichkeit finden lässt. „du hast den raum längst verlassen... und doch ist von dir da ...“ Die Leere nach einer dichten Begegnung ist spürbar, oft schmerzhaft spürbar und lässt sich nicht wegreden. Durch sie hindurch allerdings...